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Seit dem 22. November 2011 finden Sie  Bereiche

Arbeitsvermittlung
Berufsbegleitung
Übergänge – Job 4000 und die
Maßnahme Unterstützte Beschäftigung

Am Bredenmoor 4, 27578 Bremerhaven
Tel.-Nr.: 0471/806209-10

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Buslinien 503/508 – Haltestelle Lotjeweg
Buslinie 508 Haltestelle Eichenweg

Unterstützte Beschäftigung

Erst platzieren, dann qualifizieren -  
Aufstockung der "Unterstützten Beschäftigung"


Seit November 2009 zählt die Maßnahme Unterstützte Beschäftigung zur Angebotspalette bei der Erschließung von Teilhabemöglichkeiten am Arbeitsleben in Bremerhaven und im Altkreis Wesermünde. Auf der Grundlage des Sozialgesetzbuches IX (§38a) werden Arbeit suchende Menschen, die aufgrund ihrer Beeinträchtigung einen "besonderen" Unterstützungsbedarf haben, engmaschig bei der Suche nach einem geeigneten Arbeitsplatz begleitet. Nach dem Prinzip "erst platzieren, dann qualifizieren" richtet sich die Unterstützung vor allem auch auf die Unterstützung - das Job Coaching - bei der Qualifizierung im Betrieb. Hier geht es nicht darum, Teilnehmer bezogen auf ein Berufsbild zu vermitteln, vielmehr soll je nach persönlicher und beruflicher Voraussetzung für geeignete Tätigkeiten in einem Betrieb qualifiziert werden. Das Angebot wird vervollständigt durch Beratungsgespräche sowie durch die Arbeit in der Gruppe, vor allem am wöchentlichen "Projekttag". Hier ist Raum für den Austausch über die betrieblichen Erfahrungen und für die konstruktive Aufarbeitung auftretender Schwierigkeiten.

Die Maßnahme dauert i.d.R. 24 Monate. Das Angebot wird im Fachbereich Integrationsfachdienst durchgeführt. Auftraggeber und Kostenträger ist vor allem die Agentur für Arbeit Bremerhaven, jedoch sind auch andere Träger der beruflichen Rehabilitation Auftraggeber - wie z.B. die Deutsche Rentenversicherung. Eine Teilnehmerin hat die Unterstützung im Rahmen des Persönlichen Budgets beauftragt.

Im November 2009 starteten die ersten fünf Teilnehmer. Von diesen haben zwei inzwischen einen Arbeitsvertrag, eine Teilnehmerin wird zum 01.November 2011 in Arbeit gehen.  Voraussetzung für das Gelingen und für den Erfolg der Maßnahme war und ist, dass Arbeitgeber bereit waren, sich auf das "neue" Konzept einzulassen und dieses zu unterstützen. Voraussetzung für das Gelingen war auch die unkomplizierte Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit als Reha-Träger. Die Agentur für Arbeit hat die Maßnahme inzwischen von fünf auf neun Teilnehmer „aufgestockt“.

Mit der Maßnahme Unterstützte Beschäftigung ist es gelungen, die Unterstützungsstrukturen im Hinblick auf die berufliche Situation von Menschen mit Behinderung in der Region weiter auszubauen. Ein Anfang ist also gemacht und mit ihm verbunden die Hoffnung, dass dies ein Beitrag sein kann auf dem Weg hin zu einer inklusiven Arbeitswelt.

IFD Jahresbericht 2010

 

2010 - Rückschau

Trotz der sehr angespannten gesamt-gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Situation sind bemerkenswerte Ergebnisse in den unterschiedlichen Bereichen des Integrationsfachdienstes Bremerhaven/Wesermünde zu beschreiben. Die gute Auslastung im Bereich IFD-Vermittlung, die Anpassung der Kapazität an den Bedarf in der Berufsbegleitung, die steigende Nachfrage nach Unterstützter Beschäftigung bildeten die Grundlage für eine erfolgreiche Unterstützung. Darüber hinaus wurden im Bereich der betrieblichen Integrationsberatung zahlreiche Betriebe zur Beschäftigung schwerbehinderter Menschen informiert. Im Einzelnen sind die Ergebnisse in den Jahresberichten im Anhang dargestellt.

Diese Ergebnisse sind möglich geworden durch das über Jahre gewachsene Netzwerk aller an der beruflichen Rehabilitation beteiligten Akteure im Land Bremen und im Bezirk der Agentur für Arbeit Bremerhaven:  Integrationsamt Bremen und Amt für Menschen mit Behinderung Bremerhaven, Agentur für Arbeit, Jobcenter Bremerhaven und Cuxhaven und andere  Träger der beruflichen Rehabilitation, denen wir an dieser Stelle herzlich danken.


2011 Ausblick

Die Unterzeichung der UN-Konvention soll unsere Arbeit prägen. So beschäftigen wir uns z.B.
-    mit der Schnittstelle von Unterstützter Beschäftigung – IFD und Werkstatt für behinderte Menschen
-    Möglichkeiten der Nutzung des Persönlichen Budgets im Zusammenhang mit der Teilhabe am Arbeitsleben
-    mit der Weiterentwicklung im Übergang Schule - Beruf
-    mit der konzeptionellen Weiterentwicklung zur Unterstützung psychisch beeinträchtigter Menschen im Arbeitsleben
-    mit der Erfassung der Nachhaltigkeit unserer Arbeitsergebnisse.

Integrationsamt Bremen passt die Finanzierung der Berufsbegleitung an

Das Integrationsamt Bremen passt die Finanzierung der Berufsbegleitung dem
steigenden Bedarf an berufsbegleitender Unterstützung an.

In den letzten Jahren wurde deutlich, dass sukzessive immer mehr Menschen mit Beeinträchtigung Unterstützung bei der Rückkehr an ihren Arbeitsplatz bzw. bei der Sicherung ihres Arbeitsverhältnisses durch den IFD-Berufsbegleitung benötigen. Die Gründe dafür sind vielfältig und stehen im Zusammenhang mit arbeitsmarktpolitischen Veränderungen und stetig steigenden Anforderungen an das Leistungsvermögen von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern.

Die Aufstockung der Kapazitäten im Bereich Berufsbegleitung ist ein wichtiger Schritt, da so die Qualität der Arbeit gesichert bleibt.

Der Mensch ist die beste Medizin des Menschen

Manfred Hillje

…sagt ein nigerianisches Sprichwort. Eine Weisheit, die auch den Menschen hilfreich ist, die in unserer Stadt einen maßgeblichen Anteil daran haben, Menschen für eine Beschäftigung in ihrem Betrieb auszuwählen und einzustellen.

 

Das Haus des Handwerks an der Ecke Columbusstraße/Elbestraße ist nicht nur Sitz von Kreishandwerkerschaft, InCoTrain GmbH und Akademie des Handwerks. Seit dem 4. Januar 2010 hat der Integrationsberater Manfred Hillje vom Team des Integrationsfachdienstes Bremerhaven-Wesermünde dort sein Büro bezogen. Seine Aufgabe ist es, Betriebe zur Schaffung von Ausbildungs- und Arbeitsplätzen für Menschen mit Behinderungen zu beraten und zu unterstützen, Praktikums-, Arbeitstrainings- und Probebeschäftigungsplätzen für schwerbehinderte Menschen zu akquirieren und behinderten Menschen Hilfestellung und Informationen im Zusammenhang mit ihrer beruflichen Eingliederung und deren Sicherung zu geben.


Seit  fast einem Jahr bin ich nun bei den Elbe-Weser Werkstätten gGmbH im Team des Integrationsfachdienstes als Integrationsberater tätig.
Im Gegensatz zu den Kollegen im Integrationsfachdienst verfüge ich über eine kaufmännische Ausbildung. Ich war lange Zeit leitend tätig, unter anderem auch im Berufsbildungszentrum der Kreishandwerkerschaft Bremerhaven.  Aus dieser Arbeit heraus ergab sich auch eine  ca. 25 jährige ehrenamtliche Tätigkeit in verschiedenen Prüfungskommissionen der Handwerkskammer, z.B. den Ausbildungsgängen zum „Betriebswirt des Handwerks“, dem „Technischen Betriebswirt“, der „Ausbildereignungsprüfung“ und verschiedener Meisterprüfungskommissionen. Somit ist mir das Handwerk sehr gut bekannt. Ich kenne auch die Sorgen und Probleme im betrieblichen Alltag eines Handwerkbetriebes.
In enger Zusammenarbeit mit dem Handwerk wurde zum 01.01.2010 ein Büro im Haus des Handwerks eingerichtet und von mir bezogen. Dadurch  ist eine gute Zusammenarbeit mit der Handwerksorganisation hier in Bremerhaven möglich. Beispielsweise durch den Besuch von Kursen, wie  „Betriebswirt des Handwerks“, „Vorbereitung zur Ausbildereignungsprüfung“, Kurse zum „Technischen Betriebswirt“ und den Fachkursen zur Meisterprüfung, die einen guten Zugang zu künftigen Leistungsträgern im Handwerk ermöglichen.
Außer dem Handwerk haben auch die Industrie- und Handelskammer und der Unternehmensverband Bremerhaven ihre Zusammenarbeit und Unterstützung zugesagt.
So werden inzwischen erstellte Flyer der Integrationsberatung in Kürze an die ca. 650 Mitglieder der Kreishandwerkerschaft und an die ca. 4500 Mitglieder der IHK-Bremerhaven durch diese Organisationen an ihre Mitgliedsbetriebe verteilt werden.
Ein Beirat, dessen Zusammensetzung aus den verantwortlichen Mitgliedern aller beteiligten Organisationen besteht, wird im Herbst dieses Jahres zum zweiten Mal tagen. Hier werden die Erfahrungen aus diesem Projekt vorgestellt und Möglichkeiten einer aktiven Unterstützung besprochen.

Meine Aufgabe besteht darin, in Bremerhaven Betriebe zu besuchen, um Arbeits- oder Ausbildungsplätze für Menschen mit Behinderungen zu finden. In diesem Zusammenhang bietet dieses Projekt ein Angebot für den Betrieb, wenn es um diesbezügliche Fördermöglichkeiten und Antragstellungen geht, aber auch, um Arbeitgeber zur Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen zu beraten.
Ich nehme telefonischen Kontakt mit Betrieben auf und versuche, mit dem Personalverantwortlichen einen Gesprächstermin zu vereinbaren. Dies gelingt in der Regel auch recht gut. Das Gespräch beginnt mit der Darstellung meiner Aufgabe und geht dann über in einen Informationsaustausch, in dem auch die aktuelle  betriebliche Situation und die personelle Situation angesprochen werden. Bei der Thematik „schwerbehinderte Mitarbeiter“ erlebe ich die unterschiedlichsten Reaktionen. Diese reichen von sehr guten Erfahrungen, schlechten Erfahrungen oder aber überhaupt keinen Erfahrungen. Wie in allen anderen Lebenssituationen werden gemachte „schlechte Erfahrungen“ viel besser in Erinnerung behalten als alle anderen. Keine Erfahrungen bieten für mich Ansatzpunkte, eventuell vorhandene Vorurteile bezüglich der Einstellung  behinderter Menschen und den mit der Beschäftigung von behinderten Menschen einhergehenden rechtlichen Rahmenbedingungen anzusprechen und die Vorteile eines solchen Beschäftigungsverhältnisses herauszustellen. Von großer Bedeutung ist natürlich die aktuelle wirtschaftliche Situation, die einen Erfolg im Sinne der „Einstellung eines Menschen mit Behinderung“, leider oft verhindert. Schließlich ist es auch wesentlich, ob eine freie Stelle zur Verfügung steht. Dabei erlebe ich zum Glück oft sehr erfreuliche Kontakte, die zwar nicht gleich zum Erfolg führen, die aber das Gefühl vermitteln, hier könnte sich in der Zukunft noch etwas tun. Hilfe und Unterstützung erhalte ich vom IFD-Team der Elbe-Weser Werkstätten, das auf eine lange erfolgreiche Arbeit in der Vermittlung ihrer Teilnehmer zurückblicken kann.
Über die Integrationsberatung konnten inzwischen 5 Arbeitsplätze akquiriert werden und die ein oder andere Möglichkeit für Probebeschäftigungen oder Praktika gefunden werden.

So bleibt zum Schluss die gute Hoffnung, in dieser Tätigkeit noch erfolgreicher wirken zu können. Zum Wohle vieler Menschen mit Beeinträchtigungen, welche auf einem heiß umkämpften 1. Arbeitsmarkt oft grundlos in die zweite Reihe bei einer Bewerbervorauswahl gestellt werden.