Unterstützte Beschäftigung
Erst platzieren, dann qualifizieren -
Aufstockung der "Unterstützten Beschäftigung"
Seit November 2009 zählt die Maßnahme Unterstützte Beschäftigung zur
Angebotspalette bei der Erschließung von Teilhabemöglichkeiten am
Arbeitsleben in Bremerhaven und im Altkreis Wesermünde. Auf der
Grundlage des Sozialgesetzbuches IX (§38a) werden Arbeit suchende
Menschen, die aufgrund ihrer Beeinträchtigung einen "besonderen"
Unterstützungsbedarf haben, engmaschig bei der Suche nach einem
geeigneten Arbeitsplatz begleitet. Nach dem Prinzip "erst platzieren,
dann qualifizieren" richtet sich die Unterstützung vor allem auch auf
die Unterstützung - das Job Coaching - bei der Qualifizierung im
Betrieb. Hier geht es nicht darum, Teilnehmer bezogen auf ein Berufsbild
zu vermitteln, vielmehr soll je nach persönlicher und beruflicher
Voraussetzung für geeignete Tätigkeiten in einem Betrieb qualifiziert
werden. Das Angebot wird vervollständigt durch Beratungsgespräche sowie
durch die Arbeit in der Gruppe, vor allem am wöchentlichen "Projekttag".
Hier ist Raum für den Austausch über die betrieblichen Erfahrungen und
für die konstruktive Aufarbeitung auftretender Schwierigkeiten.
Die Maßnahme dauert i.d.R. 24 Monate. Das Angebot wird im Fachbereich
Integrationsfachdienst durchgeführt. Auftraggeber und Kostenträger ist
vor allem die Agentur für Arbeit Bremerhaven, jedoch sind auch andere
Träger der beruflichen Rehabilitation Auftraggeber - wie z.B. die
Deutsche Rentenversicherung. Eine Teilnehmerin hat die Unterstützung im
Rahmen des Persönlichen Budgets beauftragt.
Im November 2009 starteten die ersten fünf Teilnehmer. Von diesen haben
zwei inzwischen einen Arbeitsvertrag, eine Teilnehmerin wird zum
01.November 2011 in Arbeit gehen. Voraussetzung für das Gelingen und
für den Erfolg der Maßnahme war und ist, dass Arbeitgeber bereit waren,
sich auf das "neue" Konzept einzulassen und dieses zu unterstützen.
Voraussetzung für das Gelingen war auch die unkomplizierte
Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit als Reha-Träger. Die Agentur
für Arbeit hat die Maßnahme inzwischen von fünf auf neun Teilnehmer
„aufgestockt“.
Mit der Maßnahme Unterstützte Beschäftigung ist es gelungen, die
Unterstützungsstrukturen im Hinblick auf die berufliche Situation von
Menschen mit Behinderung in der Region weiter auszubauen. Ein Anfang ist
also gemacht und mit ihm verbunden die Hoffnung, dass dies ein Beitrag
sein kann auf dem Weg hin zu einer inklusiven Arbeitswelt.




